Unfall
Verschaffe dir Überblick und sichere die Stelle, bevor du hilfst.
Ruhe bewahren und auf die eigene Sicherheit achten – werde nie selbst zur zweiten verletzten Person.
Die wichtigsten Erste-Hilfe-Szenarien Schritt für Schritt – ruhig handeln, Notruf 144 wählen.
Verschaffe dir Überblick und sichere die Stelle, bevor du hilfst.
Ruhe bewahren und auf die eigene Sicherheit achten – werde nie selbst zur zweiten verletzten Person.
Starke Blutungen haben Vorrang – sie zuerst stoppen.
Fest und direkt auf die Wunde drücken – mit der Hand, einer Kompresse oder sauberem Stoff, ohne Unterbruch. Steht die Blutung, hält ein Druckverband den Druck.
Atmet die Person normal? Das entscheidet über die nächsten Schritte.
Auf die eigene Sicherheit achten. Laut ansprechen, vorsichtig an den Schultern rütteln. Keine Reaktion? Laut um Hilfe rufen.
Keine normale Atmung = sofort mit der Herzdruckmassage beginnen.
144 anrufen (Lautsprecher) und sofort einen Defibrillator (AED) holen lassen.
Kühlen mit handwarmem Wasser – und wissen, wann es in den Notfall gehört.
Hitzequelle stoppen: Flammen mit Decke ersticken oder Wasser löschen, Kleiderbrand – hinlegen und rollen
Betroffene Stelle sofort unter fliessendem, handwarmem Leitungswasser (etwa 15–20 °C) kühlen – 10 bis 20 Minuten; Kinder 5 bis 10 Minuten, Neugeborene und Säuglinge nicht unter Wasser kühlen (Universitätsspital Zürich, Kinderspital Zürich)
Schmuck und nicht verklebte Kleidung frühzeitig entfernen, bevor die Stelle anschwillt
Eingebrannte Kleidung in der Wunde belassen
Sofort kühlen und bei Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit 144 alarmieren.
Blasse, feucht-schweissige, eher kühle Haut
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durst und Schwächegefühl
Schneller Puls und schnelle Atmung
Die Person ist meist noch wach und ansprechbar – die Körpertemperatur ist nur leicht erhöht
Unterkühlung behutsam aufwärmen, Erfrierungen rasch auftauen – Kälte ist heimtückisch.
Leichte Unterkühlung: Person ist wach und klar, zittert meist
Mittlere Unterkühlung: Bewusstsein getrübt – schläfrig, verwirrt, reagiert nur auf Ansprache
Schwere Unterkühlung: bewusstlos, atmet aber – Lebensgefahr, sofort 144
Keine Lebenszeichen («Scheintod»): kein Todesurteil – bei starker Unterkühlung sind Puls und Atmung oft kaum zu finden, und auch ein Herzstillstand ist oft noch umkehrbar
Zuerst Tox Info Suisse 145 anrufen – nicht eigenmächtig handeln.
Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Atemstillstand zuerst 144
Sonst Tox Info Suisse 145 anrufen – rund um die Uhr; aus dem Ausland +41 44 251 51 51
Bereithalten: wer (Alter, Gewicht), womit (Produkt, Etikett), wie (geschluckt, eingeatmet, Haut, Augen), wie viel, wann, welche Beschwerden, Rückrufnummer
Verpackung, Pflanzen- oder Pilzreste aufbewahren oder fotografieren
Hautnah fassen, gerade herausziehen – nicht drehen, nicht quetschen.
Ruhe bewahren – je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer das Infektionsrisiko. Ein Hilfsmittel bereitlegen: feine, spitze Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte
Die Zecke so nahe wie möglich an der Haut fassen – direkt an den Mundwerkzeugen, nicht am vollgesogenen Hinterleib
Die Zecke langsam und gleichmässig senkrecht herausziehen – nicht ruckartig, nicht drehen
Bleiben Reste der Mundwerkzeuge in der Haut, ist das kein Grund zur Sorge: Sie werden vom Körper ausgestossen wie ein Holzsplitter – nicht in der Haut herumstochern
Stichwunde: 144 rufen, Gegenstand stecken lassen, fest drücken – ein Tourniquet hilft nur an Arm oder Bein.
Zuerst auf die eigene Sicherheit achten: Bei Gewalt nicht eingreifen, Abstand halten und erst helfen, wenn es sicher ist.
Notruf 144 (Sanität) wählen oder wählen lassen und sagen, dass es eine Stichverletzung ist. Ist eine Gewalttat im Spiel, zusätzlich die Polizei über 117 alarmieren.
Einen Gegenstand, der in der Wunde steckt, nicht herausziehen.
Mit der Hand, einer Kompresse oder einem sauberen Stück Stoff fest und direkt auf die blutende Stelle drücken – ohne Unterbruch und ohne zwischendurch nachzuschauen, bis der Rettungsdienst übernimmt.