Erste Hilfe

Verletzte

Notruf 144. Bei Bewusstlosigkeit, Atemstillstand oder lebensbedrohlicher Blutung sofort die Sanitätsnotrufzentrale alarmieren und deren Anweisungen folgen.

Bei Verletzten gilt: zuerst das, was am schnellsten tötet. Starke Blutungen stoppst du mit direktem Druck – fest und ohne Unterbruch. Danach Schock vorbeugen und die Person betreuen, bis der Rettungsdienst übernimmt.

Blutung stoppen

  1. Direkten Druck auf die Wunde geben, Druckverband anlegen, Körperteil hochhalten.

Schock vorbeugen

  1. Hinlegen, Beine hochlagern, vor Kälte schützen, beruhigen und nicht alleine lassen.

Wunde versorgen

  1. Mit sterilem Material abdecken. Eingedrungene Fremdkörper in der Wunde belassen.

Überwachen

  1. Atmung und Bewusstsein beobachten. Bei Verschlechterung sofort 144 informieren.

Druckverband in 3 Schritten

  1. Saubere Auflage direkt auf die Wunde
  2. Mit Binde fixieren, Druckkörper darüber
  3. Weiter fest zubinden – blutet es durch, zweite Lage darüber

Merke

  1. Handschuhe aus der Apotheke schützen dich
  2. Fremdkörper stecken lassen – sie tamponieren die Wunde
  3. Verletzte hinlegen, zudecken, beruhigen

Schock erkennen

  1. Blasse, kühle und feuchte Haut
  2. Schneller, schwacher Puls und schnelle Atmung
  3. Unruhe, Zittern, später Teilnahmslosigkeit
  4. Durstgefühl – trotzdem nichts zu trinken geben
Achtung: Ein Schock ist lebensbedrohlich. Bei den genannten Zeichen sofort 144 alarmieren, falls noch nicht geschehen.

Kleinere Wunden richtig versorgen

  1. Wunde unter sauberem, lauwarmem Wasser spülen
  2. Mit Wunddesinfektion desinfizieren, nicht mit Watte tupfen
  3. Steril abdecken (Pflaster oder Kompresse mit Verband)
  4. Starkverschmutzte Wunden, Bisswunden und tiefe Schnitte ärztlich beurteilen lassen
  5. Tetanusschutz prüfen: Letzte Impfung mehr als 10 Jahre her? Nachimpfen lassen

Weiterführende Quellen

Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keine Erste-Hilfe-Ausbildung. Wir empfehlen einen anerkannten Nothilfe- oder BLS-AED-Kurs.