Anleitung · GUIDE 26

Notstrom & Solar für den Notfall

Auf Aktualität geprüft am 04.07.2026

Für Handy, Licht und WLAN-Router genügt meist eine Powerstation mit LiFePO4-Akku ab rund 1 Kilowattstunde (1000 Wh): Sie lädt ein Smartphone etwa 45- bis 60-mal oder hält einen modernen Kühlschrank rund ein bis zwei Tage. Für längere Autarkie ergänzt du sie mit einem faltbaren Solarpanel. Benzingeneratoren dürfen wegen Kohlenmonoxid nie im Innenraum laufen.

Bei einem Stromausfall zählt zuerst der Grundbedarf: Kommunikation, Licht, Kühlung von Medikamenten und – falls nötig – ein medizinisches Gerät wie ein CPAP. Für diese Aufgaben gibt es heute leise, wartungsarme Powerstations mit sicherem LiFePO4-Akku, die man mit einem faltbaren Solarpanel nachladen kann. Dieser Ratgeber zeigt, wie du deinen Strombedarf berechnest, die Geräteklassen (Powerbank, Powerstation, Generator) einordnest und die drei gefährlichsten Fehler vermeidest. Er ersetzt keine elektrotechnische oder ärztliche Fachberatung – feste Anschlüsse ans Hausnetz gehören in der Schweiz zwingend in Fachhände.

Wie viel Strom brauchst du? Bedarf richtig rechnen

Der wichtigste Schritt kommt vor dem Kauf: Rechne deinen Tagesbedarf in Wattstunden (Wh) aus. Multipliziere die Leistung jedes Geräts (Watt) mit der Zahl der Stunden, die es pro Tag läuft, und addiere alles. Ein Kühlschrank ist dabei ein Sonderfall – sein Kompressor läuft nur rund ein Drittel der Zeit, deshalb zählt sein Tagesverbrauch, nicht seine Anschlussleistung.

Für Einsteiger: Konzentriere dich auf das Nötigste – Handy laden, etwas LED-Licht und ein Radio. Dafür reichen schon wenige hundert Wattstunden pro Tag. Kühlung, Kochen und Heizen fressen dagegen sehr viel Energie und sprengen kleine Speicher schnell.

Experten-Tipp: Plane die Kapazität nach der Formel «nötige Nennkapazität = (Tagesbedarf × Autarkietage × Reserve) ÷ (nutzbare Entladetiefe × Wechselrichter-Wirkungsgrad)». Rechne bei einer Powerstation mit rund 85 % Praxis-Wirkungsgrad (10–15 % Umwandlungs- und Standby-Verluste) und – bei LiFePO4 – mit gut 80–90 % nutzbarer Kapazität. Alte Blei-Akkus liefern nur etwa die Hälfte ihrer Nennkapazität nutzbar. Rechne zusätzlich einen Sicherheitszuschlag ein.

  1. Liste die Geräte auf, die im Notfall wirklich laufen müssen (Handy, Licht, Router, ggf. Kühlschrank oder Medizingerät)
  2. Multipliziere je Gerät Watt × tägliche Betriebsstunden = Wattstunden pro Tag
  3. Addiere alles zum Tagesbedarf in Wh
  4. Multipliziere mit der gewünschten Autarkiezeit (Tage) und einem Sicherheitszuschlag
  5. Teile durch nutzbare Entladetiefe × Wirkungsgrad (bei LiFePO4-Powerstation grob durch 0,7–0,8) – das ergibt die nötige Nennkapazität
  6. Prüfe zusätzlich die Spitzen-/Anlaufleistung des stärksten Geräts (Kühlschrank, Wasserkocher)
Strombedarf typischer Geräte (Richtwerte)
Gerät Leistung Verbrauch pro Tag/Ladung
Kühl-/Gefrierkombi (modern, A-Klasse) ~80–180 W (Kompressor, läuft ~⅓ der Zeit) ~380 Wh/Tag (Planung 400–800 Wh/Tag)
Kühl-/Gefrierkombi (alt, vor ~2010) höher, Anlaufspitze 3–6× bis ~1–2 kWh/Tag
WLAN-Router ~10 W (8–15 W) ~240 Wh/Tag Dauerbetrieb
LED-Lampe (ersetzt 40–60 W Glühbirne) ~8 W (4–9 W) ~8 Wh je Stunde
Smartphone ~15–20 Wh je Vollladung (inkl. Ladeverlust)
Laptop ~30–50 W je nach Nutzung
CPAP ohne Befeuchter ~20–40 W mehrere hundert Wh/Nacht
CPAP mit beheiztem Befeuchter/Heizschlauch ~60–90 W deutlich mehr (Heizung ist der grösste Posten)

Richtwerte, gerätespezifisch stark schwankend. Der Kompressor-Anlaufstrom (kurzzeitige Spitze) beträgt rund das 3- bis 6-Fache der Dauerleistung – die Powerstation muss diese Spitzenleistung liefern können.

Powerbank, Powerstation oder Generator – was passt zu mir?

Powerbank, Powerstation und Generator lösen unterschiedliche Aufgaben. Das entscheidende Merkmal einer Powerstation ist nicht ihre Kapazität, sondern der eingebaute Wechselrichter mit echter 230-Volt-Steckdose – damit betreibt sie Haushaltsgeräte, während eine Powerbank nur USB- und Kleingeräte über DC lädt.

Für den Akku hat sich bei Powerstations Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4/LFP) durchgesetzt. Gegenüber klassischem Lithium-Ionen (NMC) hält LiFePO4 ein Mehrfaches der Ladezyklen (grob mehrere tausend statt wenige hundert bis tausend) und ist thermisch deutlich stabiler: Ein «Thermal Runaway» setzt erst bei klar höheren Temperaturen ein. Der Nachteil – geringere Energiedichte, also mehr Gewicht – spielt bei der stationären Notstromnutzung kaum eine Rolle.

Ein Verbrennungsgenerator liefert dagegen quasi unbegrenzt Energie, solange Treibstoff da ist – aber nur im Freien (Kohlenmonoxid, siehe Sicherheitsteil). Für empfindliche Elektronik ist ein Inverter-Generator wichtig: Er erzeugt eine saubere, netzähnliche Sinuswelle mit sehr geringem Klirrfaktor (THD unter 3 %), während ein einfacher Generator die Drehzahlschwankungen direkt als Spannungs- und Frequenzschwankungen ausgibt.

Für Einsteiger: Für die meisten Haushalte ist eine Powerstation mit LiFePO4-Akku plus faltbarem Solarpanel die einfachste, leiseste und wartungsärmste Lösung – kein Treibstoff, keine Abgase, im Wohnraum nutzbar.

Experten-Tipp: Achte bei Generatoren auf die Unterscheidung von Dauerleistung («running watts») und Anlauf-/Spitzenleistung («starting/surge watts»). Motoren und Kompressoren ziehen beim Einschalten kurzzeitig rund das 2- bis 3-Fache. Dimensioniere nach der Startleistung des stärksten Verbrauchers, nicht nach der Summe der Dauerlasten.

Powerbank, Powerstation und Generator im Vergleich
Klasse Kapazität/Leistung 230-V-Steckdose Typischer Einsatz
Powerbank ~18–100 Wh (Flug: max. 160 Wh) nein (nur USB/DC) Handy, Kleingeräte, unterwegs
Powerstation (LiFePO4) ~240 Wh bis mehrere kWh ja (Wechselrichter) Licht, Router, kurzer Kühlbetrieb, Medizingerät
Inverter-Generator Dauerleistung in Watt ja (saubere Sinuswelle, THD <3 %) langer/hoher Bedarf, nur im Freien
Konventioneller Generator Dauerleistung in Watt ja, aber hoher Klirrfaktor robuste Verbraucher, keine sensible Elektronik

Powerbanks über 160 Wh sind im Flugzeug generell verboten, 100–160 Wh nur mit Airline-Genehmigung. Generatoren ausschliesslich im Freien betreiben.

Empfohlene Produkte

Powerstation mit LiFePO4-Akku

Stromspeicher

Das Herzstück der Notstromversorgung – leise, abgasfrei und im Wohnraum nutzbar. Grösse nach dem berechneten Tagesbedarf wählen.

  • LiFePO4-Akku (viele Ladezyklen, thermisch sicher)
  • reine Sinuswelle für empfindliche Elektronik
  • Dauer- UND Spitzenleistung passend zum stärksten Gerät (Anlaufstrom)
  • Kapazität (Wh) nach eigenem Bedarf, nicht nach Marketing-Grösse
  • Solar-Eingang mit MPPT-Laderegler

Powerbank (hohe Kapazität)

Kleingeräte-Reserve

Ergänzung für Handy und Kleingeräte, jederzeit im Notgepäck. Für Flugreisen die 100/160-Wh-Grenzen beachten.

  • Kapazität in Wh angegeben oder aus mAh × Spannung umrechenbar
  • USB-C mit Power Delivery
  • fürs Fluggepäck unter 100 Wh

Inverter-Generator (nur bei hohem Dauerbedarf)

Zusatz für lange Ausfälle

Für tage- bis wochenlangen, hohen Bedarf. Ausschliesslich im Freien mit Abstand zum Gebäude betreiben (Kohlenmonoxid).

  • Inverter-Technik (THD unter 3 %) für Elektronik
  • genügend Dauer- und Startleistung
  • CO-Melder als Pflicht-Zubehör
  • Treibstoff sicher und getrennt lagern

Wie viel Ertrag liefern Solarpanels in der Schweiz?

Ein faltbares Solarpanel macht die Powerstation nachladbar und damit für lange Ausfälle tauglich. Wichtig ist eine realistische Erwartung: Die aufgedruckte Nennleistung in Watt-Peak (Wp) gilt nur unter Laborbedingungen (STC: 1000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur). In der Praxis liefert ein Panel bei guter Sonne grob 60–85 % davon, bei Bewölkung oder im Winter oft nur 30–50 %.

In der Schweiz ist der jahreszeitliche Unterschied gross: Die Sonneneinstrahlung ist im Winterhalbjahr rund viermal geringer als im Sommer (MeteoSchweiz). Plane Solar deshalb nicht als Winter-Vollversorgung, sondern als Verlängerung der Autarkie – und rechne im Winter grosszügig mehr Panelfläche oder längere Ladezeiten ein.

Für Einsteiger: Kaufe Panel und Powerstation als aufeinander abgestimmtes Set oder prüfe genau, ob Stecker und Spannung zusammenpassen. Richte das Panel möglichst senkrecht zur Sonne aus – flach liegend verlierst du 30–50 % Ertrag.

Experten-Tipp: Wähle einen MPPT-Laderegler statt PWM. MPPT holt rund 15–30 % mehr aus demselben Panel, bei Kälte und schwachem Licht bis zu 40 % – also genau im Schweizer Winterhalbjahr. Der Eigenwirkungsgrad guter MPPT-Regler liegt bei etwa 97–98 %. Für exakte, standortgenaue Ertragswerte den EnergieSchweiz-Solarrechner bzw. PVGIS mit den eigenen Koordinaten abfragen.

  1. Panel-Nennleistung realistisch einordnen: real nur ~60–85 % der Wp bei guter Sonne, im Winter deutlich weniger
  2. MPPT- statt PWM-Laderegler wählen (mehr Ertrag bei Kälte/Schwachlicht)
  3. Stecker, Spannung und Steckertyp auf die Powerstation abstimmen
  4. Panel senkrecht zur Sonne ausrichten und nachführen, nicht flach hinlegen
  5. Im Winter mehr Fläche oder längere Ladezeit einplanen

Empfohlene Produkte

Faltbares Solarpanel

Nachladung

Macht die Powerstation autark – ideal für lange Ausfälle. Nennleistung (Wp) realistisch einordnen, im Winter grosszügig dimensionieren.

  • MPPT-Laderegler (mehr Ertrag bei Kälte/Schwachlicht)
  • Stecker und Spannung zur Powerstation passend
  • wetterfest, robuste Scharniere
  • Nennleistung als Wp verstehen, real 60–85 % einplanen

Sicherheit: die drei gefährlichsten Fehler

Notstrom ist grundsätzlich sicher – solange drei Regeln eingehalten werden. Verstösse gegen sie führen zu Kohlenmonoxidvergiftung, Akkubrand oder Lebensgefahr für Dritte.

Sicherheitshinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine elektrotechnische Fachberatung. Feste Installationen und Netzumschaltungen gehören in der Schweiz zwingend in die Hände einer Fachperson mit Bewilligung.

  1. Kohlenmonoxid: Verbrennungsgeneratoren NIE in geschlossenen Räumen, Garagen, Kellern oder unter Vordächern betreiben – auch nicht bei offenem Fenster oder Tor. Kohlenmonoxid ist geruch-, farb- und geschmacklos und kann innert Minuten tödliche Konzentrationen bilden. Die US-Sicherheitsbehörde CPSC empfiehlt mindestens rund 6 Meter Abstand zum Gebäude, Auspuff weg von Fenstern und Lüftungen. Zusätzlich einen CO-Melder verwenden. (In der Schweiz existiert keine eigene Meterangabe – der Wert stammt von der CPSC.)
  2. Akku laden und lagern: LiFePO4-Akkus nie bei Minusgraden laden – unter 0 °C lagert sich metallisches Lithium ab («Lithium-Plating»), was den Akku dauerhaft schädigt und ein Sicherheitsrisiko ist (moderne Geräte sperren das oft automatisch). Für längere Lagerung teilgeladen halten (rund 40–60 %), kühl und trocken, nicht in der Hitze; alle paar Monate nachladen.
  3. Keine Rückspeisung: Eine Powerstation oder einen Generator NIE ohne fachgerechte Netztrennung an die Hausinstallation anschliessen. Ungewollte Rückspeisung («Backfeeding») legt tödliche Spannung auf vermeintlich stromlose Leitungen und gefährdet Netzarbeiter. In der Schweiz darf der feste Anschluss ans Hausnetz nur eine Fachperson mit Installationsbewilligung ausführen (NIV/ESTI). Für einzelne Geräte gilt: direkt in die Steckdose der Powerstation einstecken, nicht ins Hausnetz einspeisen.

Schweizer Besonderheiten: Steckdosen & Strommangellage

Schweizer Haushaltssteckdosen folgen der Norm SN 441011 (Typ J). Gebräuchlich sind T13 (10 Ampere) und T23 (16 Ampere) – eine 16-A-Dose nimmt auch T13-Stecker auf, umgekehrt nicht. Der flache Eurostecker (Typ C) passt ohne Adapter in alle Schweizer Dosen.

Wichtig für den Kauf: Viele Powerstations haben Schuko-Buchsen (Typ F, deutscher Standard). Ein deutscher Schuko-Stecker passt NICHT in eine Schweizer Wanddose – dafür braucht es einen Reiseadapter. Umgekehrt passt ein dreipoliger Schweizer Gerätestecker (Typ J) nicht normgerecht in eine Schuko-Buchse der Powerstation. Geräte mit Eurostecker (Typ C) funktionieren dagegen problemlos an Schuko-Buchsen. Wer viele dreipolige Schweizer Geräte betreiben will, wählt eine Powerstation mit CH- oder Universalausgängen oder plant passende Adapter ein.

Ein wichtiger Anwendungsfall in der Schweiz ist die Strommangellage. Reicht der Strom über längere Zeit nicht, greift eine Eskalation in mehreren Stufen: zuerst Sparappelle, dann Verbrauchseinschränkungen und -verbote, danach die Kontingentierung von Grossverbrauchern und – als letzte Massnahme – zyklische Netzabschaltungen. Dabei wird der Strom in Teilnetzen jeweils für rund vier Stunden abgeschaltet und danach wieder zugeschaltet; je nach nötiger Einsparung wechseln sich Abschalt- und Versorgungsphasen ab. Kritische Infrastruktur (Spitäler, Blaulicht, Wasser, Kommunikation) wird wo technisch möglich ausgenommen. Eine Powerstation überbrückt genau diese planbaren Abschaltfenster.

Für Einsteiger: Prüfe vor dem Kauf, welche Steckdosen-Ausgänge die Powerstation hat und ob deine Geräte (Eurostecker vs. dreipoliger CH-Stecker) direkt passen.

Experten-Tipp: Bei einer angekündigten zyklischen Abschaltung die Powerstation in der Stromphase vollladen und das Solarpanel als Nachladung nutzen – so überbrückst du die 4-Stunden-Fenster wiederholt, ohne auf Treibstoff angewiesen zu sein.

Rechenbeispiel: Was 1 kWh leistet

Eine Powerstation mit rund 1 Kilowattstunde (1000 Wh) nutzbarer Kapazität ist eine gängige Einstiegsgrösse. Mit dem Praxis-Wirkungsgrad von etwa 85 % stehen am 230-Volt-Ausgang grob 850 Wh zur Verfügung.

Was eine Powerstation mit ~1 kWh nutzbar leistet (Richtwerte)
Verbraucher Realistische Laufzeit/Menge
Moderner Kühlschrank ~1–2 Tage (grob 24–40 h)
Smartphone (Vollladungen) ~45–60 Ladungen
LED-Lampe (~8 W) ~100–120 Stunden
WLAN-Router (~10 W) ~85 Stunden (~3,5 Tage)
CPAP mit beheiztem Befeuchter grob ~1 Nacht

Rechenbeispiele aus den Verbrauchswerten oben, keine Messwerte. Kühlschrank-Laufzeit hängt stark von Gerätealter und Umgebungstemperatur ab.

Häufige Fehler

  1. Kühlschrank, Herd oder Heizlüfter dauerhaft aus einer kleinen Powerstation betreiben wollen – der Verbrauch sprengt die Kapazität schnell
  2. Nur die Dauerleistung beachten und die Anlauf-/Spitzenleistung (Kompressor, Motor) vergessen
  3. Solar-Nennleistung (Wp) für den realen Ertrag halten – im Winter liefert das Panel nur einen Bruchteil
  4. Einen Benzingenerator in Garage, Keller oder bei offenem Fenster laufen lassen (Kohlenmonoxid – lebensgefährlich)
  5. LiFePO4-Akku bei Minusgraden laden oder monatelang voll bzw. leer und in der Hitze lagern
  6. Powerstation oder Generator ohne Fachperson ans Hausnetz anschliessen (Rückspeisung gefährdet Netzarbeiter)
  7. Powerstation mit Schuko-Buchsen kaufen, ohne zu prüfen, ob die eigenen Schweizer Stecker passen

Häufige Fragen

Wie gross muss meine Powerstation sein?

Rechne deinen Tagesbedarf: Watt je Gerät × Betriebsstunden, alles addieren. Für Handy, Licht und Router reichen einige hundert Wattstunden pro Tag; ein moderner Kühlschrank braucht rund 380 Wh am Tag. Teile den Bedarf durch etwa 0,7–0,8 (Wirkungsgrad und nutzbare Entladetiefe), um die nötige Nennkapazität zu bekommen.

LiFePO4 oder Lithium-Ionen – was ist besser?

Für Powerstations ist LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) klar im Vorteil: ein Mehrfaches der Ladezyklen (mehrere tausend statt wenige hundert bis tausend) und höhere thermische Sicherheit. Der einzige Nachteil, das höhere Gewicht, fällt bei der stationären Notstromnutzung kaum ins Gewicht.

Wie lange läuft ein Kühlschrank an einer 1-kWh-Powerstation?

Grob ein bis zwei Tage. Weil der Kompressor nur etwa ein Drittel der Zeit läuft, zählt der Tagesverbrauch (bei modernen Geräten rund 380 Wh) – nicht die Anschlussleistung. Alte, grosse Kühlschränke schaffen eher nur einen Tag.

Darf ich einen Generator in der Garage laufen lassen?

Nein, niemals. Verbrennungsgeneratoren stossen Kohlenmonoxid aus – geruchlos, farblos und innert Minuten tödlich. Sie gehören ausschliesslich ins Freie mit Abstand zum Gebäude (die CPSC nennt rund 6 Meter), Auspuff weg von Fenstern. Ein CO-Melder ist Pflicht.

Passt eine Powerstation mit Schuko-Steckdose in der Schweiz?

Geräte mit flachem Eurostecker (Typ C) funktionieren problemlos an Schuko-Buchsen. Dreipolige Schweizer Stecker (Typ J) passen nicht normgerecht hinein – dafür braucht es einen Adapter, oder du wählst eine Powerstation mit CH- bzw. Universalausgängen.

Wie lade ich die Powerstation ohne Netzstrom?

Mit einem faltbaren Solarpanel und MPPT-Laderegler. Beachte: Die Nennleistung (Wp) gilt nur im Labor; real sind es bei guter Sonne 60–85 %, im Schweizer Winter deutlich weniger. Plane im Winter mehr Fläche oder längere Ladezeit ein.

Kann ich die Powerstation ans Hausnetz anschliessen?

Nicht ohne Fachperson. Ein Anschluss ohne Netztrennung speist gefährliche Spannung ins Netz zurück und gefährdet Personen. In der Schweiz darf der feste Anschluss ans Hausnetz nur eine Fachperson mit Installationsbewilligung ausführen. Für einzelne Geräte: direkt in die Steckdose der Powerstation.

Was passiert bei einer Strommangellage?

Reicht der Strom länger nicht, folgt eine Eskalation: Sparappelle, dann Einschränkungen/Verbote, dann Kontingentierung von Grossverbrauchern und – als letzte Massnahme – zyklische Netzabschaltungen. Dabei wird der Strom jeweils rund vier Stunden abgeschaltet und danach wieder zugeschaltet. Eine Powerstation überbrückt diese Fenster.

Offizielle Quellen