Schutz bei Hitze & Dürre
Auf Aktualität geprüft am 29.06.2026
Hitzewellen sind die tödlichste Naturgefahr der Schweiz – der Hitzesommer 2003 forderte rund 1000 zusätzliche Todesfälle, 2022 rund 623. Sie wirken unsichtbar und über Tage. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke und Personen, die im Freien arbeiten. Die Schutzmassnahmen sind einfach, aber wirksam: trinken, kühlen, Mittagshitze meiden. Dies ersetzt keine ärztliche Beratung.
Aktuelle Lage: Prüfen Sie im Lagebild, ob derzeit Warnungen zu dieser Gefahr bestehen.
Vorher: vorbereiten
- Hitzewarnungen von MeteoSchweiz abonnieren
- Wohnung nachts und früh morgens lüften, tagsüber abdunkeln
- Auf gefährdete Nachbarn und Angehörige achten – Kontakt abmachen
- Getränkevorrat und Elektrolyte bereithalten
- Medikamentenlagerung prüfen (manche sind hitzeempfindlich)
Während: bei Hitze
- 2–3 Liter über den Tag verteilt trinken, Alkohol meiden
- Körperliche Anstrengung in die kühlen Morgenstunden legen
- Tagsüber abdunkeln und Hitze draussen lassen, leichte Kost
- Kühlen: feuchte Tücher, kühle Dusche, Füsse ins kalte Wasser
- Nie Personen oder Tiere im Auto lassen – schon kurze Zeit ist lebensgefährlich
Woran erkenne ich einen Hitzschlag?
Frühe Anzeichen einer Hitzebelastung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelkrämpfe und dunkler Urin. Ein Hitzschlag (heisse, gerötete Haut, Verwirrtheit, hohe Körpertemperatur) ist ein Notfall.
- Bei Hitzschlag-Verdacht sofort 144 anrufen
- Betroffene in den Schatten bringen, Kleidung lockern, aktiv kühlen
- Bei Bewusstsein kühle Getränke in kleinen Schlucken anbieten
- Bewusstlose in die stabile Seitenlage bringen und überwachen
Was hilft gegen die Hitze im Haushalt?
- Ventilator oder Sprühflasche zum Verdunstungskühlen
- Verdunkelung: Vorhänge, aussenliegender Sonnenschutz, reflektierende Folie
- Getränkevorrat plus Elektrolytpulver oder gesalzene Brühe
- Sonnenschutz für draussen: Kopfbedeckung, Sonnencreme, leichte Kleidung
- Fieberthermometer und kühlende Umschläge im Erste-Hilfe-Set
Häufige Fehler
- Erst trinken, wenn man Durst hat – bei Hitze ist das oft zu spät
- Mittags lüften und damit die Hitze hereinlassen
- Schwere körperliche Arbeit in der grössten Hitze
- Kinder oder Tiere «nur kurz» im Auto lassen
- Gefährdete Angehörige während einer Hitzewelle nicht kontaktieren
Häufige Fragen
Wie schütze ich mich bei einer Hitzewelle?
Mittagshitze meiden, in kühlen Räumen aufhalten, ausreichend trinken, leichte Kleidung. Nie Kinder/Tiere im Auto zurücklassen — bei rund 28 °C aussen steigt die Innentemperatur in etwa 10 Minuten auf rund 40 °C.
Woran erkenne ich einen Hitzschlag und was ist zu tun?
Körperkerntemperatur über 40 °C mit Verwirrtheit/Bewusstseinstrübung/Krämpfen = Notfall. 144 wählen, an kühlen Ort, aktiv kühlen (Haut benetzen, fächeln, nasse Tücher an Nacken/Achseln/Leisten). Bewusstlosen/verwirrten Personen nichts zu trinken geben.
Wo finde ich Hitzewarnungen?
MeteoSchweiz und Naturgefahrenportal, fünfstufige Skala.
Offizielle Quellen
- Übersicht: Schutz bei Gefahren Alle Schutz-Anleitungen im Überblick
- MeteoSchweiz Hitzewarnungen
- BAG Gesundheit bei Hitze
- Szenario: Hitze & Dürre Hintergrund & Warnzeichen
- Szenario: Waldbrand Folgegefahr bei Trockenheit