Anleitung · GUIDE 22

Schutz bei Sonnensturm

Auf Aktualität geprüft am 22.06.2026

Ein starker geomagnetischer Sturm kann Stromnetze, GPS und Funk stören; im Extremfall droht ein grossflächiger Blackout. Die Plasmawolke eines koronalen Massenauswurfs erreicht die Erde meist in 1 bis 3 Tagen – dieses Zeitfenster ist zugleich die Vorwarnzeit, in der Netzbetreiber das Weltraumwetter über das NOAA SWPC verfolgen und Gegenmassnahmen treffen. Die wirksamste private Vorsorge ist dieselbe wie beim Stromausfall: Licht, Wasser, Bargeld und ein batteriebetriebenes Radio.

Wie bereite ich mich auf einen Sonnensturm vor?

  1. Blackout-Grundausstattung bereithalten: Licht, Wasser, Bargeld, Powerbank
  2. Kurbel-/Batterieradio (UKW/DAB+) für den Informationsempfang
  3. Wissen, dass Netzbetreiber bei Vorwarnung Gegenmassnahmen treffen
  4. Mit möglichen GPS-/Funkstörungen rechnen (Navigation, Zeitdienste)

Während: bei einem Sturm

  1. Behördeninformationen über Radio und Alertswiss verfolgen
  2. Bei Stromausfall die Massnahmen des Szenarios Stromausfall anwenden
  3. GPS-/Navigationsdaten kritisch prüfen, Alternativen (Karte) nutzen
  4. Empfindliche Geräte bei Bedarf vom Netz trennen

Nachher: nachbereiten

  1. Geräte und Verbindungen nach der Störung prüfen
  2. Vorräte und Bargeldreserve wieder auffüllen
  3. Offizielle Entwarnung und Lageberichte abwarten

Was gehört zur Ausrüstung bei einem Sonnensturm?

Die Ausrüstung ist praktisch identisch mit der Stromausfall-Vorsorge – ein Sonnensturm wirkt für den Haushalt vor allem über einen möglichen Blackout.

  1. Stirn-/Taschenlampe, Kerzen, reichlich Ersatzbatterien
  2. Kurbel-/Batterieradio (UKW/DAB+) für Warnungen ohne Netz
  3. Powerbank(s), Wasser (mind. 9 L/Person) und Notvorrat
  4. Bargeld in kleinen Noten
  5. Analoge Karte als Rückfallebene, falls GPS gestört ist

Häufige Fehler

  1. Sich blind auf GPS/Navigation verlassen, obwohl sie gestört sein kann
  2. Keine Blackout-Grundausstattung, weil «das ja selten passiert»
  3. Nur aufs Handy als Informationsquelle setzen (kein netzunabhängiges Radio)
  4. Bargeld vergessen für den Fall, dass Zahlungssysteme ausfallen
  5. Panik wegen reisserischer Meldungen statt offizielle Lageberichte abwarten

Offizielle Quellen