Anleitung · GUIDE 20

Schutz bei Cyberangriff

Auf Aktualität geprüft am 22.06.2026

Ein Cyberangriff ist die vorsätzliche Störung oder Übernahme von IT-Systemen. Häufige Formen sind Ransomware (Verschlüsselung mit Erpressung), DDoS (Überlastung) und Angriffe über die Lieferkette. Trifft es kritische Infrastrukturen, fallen Behördendienste, Spitäler oder der Zahlungsverkehr aus. Privatpersonen sind dem nicht hilflos ausgeliefert: Offline-Backups, Zwei-Faktor-Authentisierung, Updates, Phishing-Erkennung und etwas Bargeld machen widerstandsfähig.

Wie schütze ich mich vor einem Cyberangriff?

  1. Offline-Backups wichtiger Daten anlegen (3 Kopien, 2 Medien, 1 ausser Haus)
  2. Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren, starke und einmalige Passwörter nutzen
  3. Updates für Geräte und Programme zeitnah einspielen
  4. Phishing erkennen lernen (unerwartete Links, Anhänge, Zahlungsaufforderungen)
  5. Kleine Bargeldreserve bereithalten, falls der Zahlungsverkehr ausfällt

Während: bei einem Vorfall

  1. Betroffene Geräte vom Netz trennen
  2. Kein Lösegeld zahlen
  3. Vorfall melden: BACS und – bei Straftaten – die Polizei 117
  4. Auf offizielle Informationskanäle (Radio, Behörden) ausweichen
  5. Bei Ausfall des Zahlungsverkehrs die Bargeldreserve nutzen

Nachher: aufräumen

  1. Passwörter ändern, Konten und Kontobewegungen überwachen
  2. Systeme aus einem sauberen Backup wiederherstellen
  3. Aus dem Vorfall lernen: Backups und Schutzmassnahmen verbessern
  4. Phishing-Wellen im Nachgang grosser Störungen erwarten

Was hilft bei einem Cyberangriff?

Der beste Schutz ist Vorbereitung im Alltag – die wichtigste «Ausrüstung» sind aktuelle Backups und gute Passwörter.

  1. Externe Festplatte/Datenträger für Offline-Backups (3-2-1-Regel)
  2. Passwort-Manager und Zwei-Faktor-App oder Hardware-Token
  3. Aktuelle Geräte mit eingeschalteten automatischen Updates
  4. Kleine Bargeldreserve in kleinen Noten
  5. Wichtige Kontakte und Konto-Hotlines auf Papier (falls digital nicht erreichbar)

Häufige Fehler

  1. Kein Backup – oder nur ein Backup, das ständig mit dem Gerät verbunden ist
  2. Dasselbe Passwort für viele Dienste, keine Zwei-Faktor-Authentisierung
  3. Auf Phishing-Links/Anhänge klicken oder Lösegeld zahlen
  4. Updates dauerhaft aufschieben
  5. Sich allein auf bargeldlose Zahlung verlassen

Offizielle Quellen