Haustiere im Notfall versorgen
Auf Aktualität geprüft am 29.06.2026
Wer Tiere hält, muss sie in die Vorsorge einbeziehen: Futtervorrat, Transportmöglichkeit und ein Plan für die Evakuation. In vielen Notunterkünften sind Tiere nur eingeschränkt zugelassen – das gehört vorher geklärt.
Wie beziehe ich Haustiere in die Notvorsorge ein?
Im Ereignisfall sind Tiere auf uns angewiesen. Das beginnt beim Futter- und Wasservorrat und reicht bis zur Frage, wohin das Tier bei einer Evakuierung kommt – denn in vielen Notunterkünften sind Tiere nur eingeschränkt zugelassen.
Plane für rund eine Woche Vorrat, halte eine Transportmöglichkeit bereit und kläre vorher mögliche Unterbringungen (Verwandte, Tierpension). Bei Hitze und Stromausfall brauchen Tiere besonders Schatten, Wasser und einen kühlen Raum.
Was gehört in den Notvorrat für Haustiere?
- Futter-/Wasservorrat für rund eine Woche plus Näpfe
- Medikamente, Impfausweis/Heimtierpass (Kopie)
- Transportbox oder Leine/Geschirr griffbereit
- Decke, Gewohntes zur Beruhigung, Hygienematerial (Katzenstreu)
Plan für den Ernstfall
- Vorher klären wohin bei Evakuation (Verwandte, Tierpension)
- Tier nie im Auto/allein zurücklassen
- Bei Hitze/Stromausfall Schatten, Wasser, kühler Raum
- Aufkleber „Tier im Haus“ für Rettungskräfte
Konkrete Material- & Mengenbeispiele
Halte einen kleinen «Tier-Notfallbeutel» griffbereit – analog zum Notgepäck der Menschen.
- Futter für rund eine Woche (Trockenfutter ist lager- und transportfreundlich) plus Reservewasser
- Zusammenklappbare oder leichte Näpfe für Futter und Wasser
- Transportbox (Katze/Kleintier) bzw. stabile Leine und Geschirr (Hund)
- Medikamente des Tiers für mehrere Tage, Kopie von Impfausweis/Heimtierpass
- Hygiene: Katzenstreu und kleine Schale, Kotbeutel, Zeitungspapier
- Beruhigung: vertraute Decke oder Spielzeug; Maulkorb, falls vorgeschrieben
- Foto von dir mit dem Tier (Identitätsnachweis, falls ihr getrennt werdet)
Häufige Fehler
- Annehmen, das Tier dürfe mit in jede Notunterkunft – vorher klären!
- Transportbox/Leine erst im Ernstfall suchen, statt sie griffbereit zu halten
- Bei Hitze das Tier im Auto oder ohne Wasser zurücklassen (lebensgefährlich)
- Tiermedikamente und Vorrat nicht rotieren
- Das Tier bei der Notfallplanung der Familie ganz vergessen
Häufige Fragen
Muss ich für mein Haustier auch einen Vorrat anlegen?
Ja. Das BWL nennt «Futter für Haustiere» als Teil des Notvorrats. Futtervorrat passend zur Wochenempfehlung, plus genügend Trinkwasser fürs Tier.
Was sollte ich für eine Evakuierung mit Tier bereithalten?
Allgemeine Empfehlung (keine Behördenvorgabe): Transportbox/Leine und Halsband, Heimtierausweis/Impfpass, Medikamente, Futter- und Wassernapf.
Wo bringe ich mein Tier unter, wenn ich in eine Notunterkunft muss?
Hängt von örtlicher Lage und Behördenanweisung ab. Vorab Alternativen klären (Verwandte, Tierpension), da nicht jede Notunterkunft Tiere aufnimmt.
Offizielle Quellen
- Schweizer Tierschutz STS
- BLV
- Szenario: Hitze & Dürre Tiere vor Hitze schützen